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Bürgermeister: Stadt bemüht sich um Lösung


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Geschrieben: Do, 31.08.2006 10:45 Uhr    Überschrift: Sperrung der Paul-Merkewitz-Sporthalle
Bürgermeister: Stadt bemüht sich um Lösung
 
Die Paul-Merkewitz-Sporthalle, Hochburg des Staßfurter Handballsports und Veranstaltungsort zahlreicher anderer Sportereignisse ( Hallenfußball, Badmintonturniere usw. ) ist definitiv bis mindestens Ende Oktober für den Punktspielbetrieb gesperrt. Ob es wenigstens für Nachwuchsmannschaften eine Ausnahme und welche Möglichkeiten es gibt, die Ursachen für die baubehördliche Sperrung zu beseitigen, erläuterte gestern Martin Kriesel für die Öffentlichkeit.  
 
" Ich werde die Festlegung der Bauaufsicht nicht hinterfragen. Sicherheit steht über alles ", ließ Martin Kriesel keinen Zweifel an der Richtigkeit der Sperrung durch übergeordnete Behörden. Er machte aber auch deutlich, dass Staßfurt diese alte Sporthalle unbedingt benötige.  
 
Als konkrete Gründe für die Verfügung, bis auf weiteres keine Punkt- und Freundschaftsspiele mehr zulassen zu dürfen, nannte Kriesel hauptsächlich brandschutztechnische Mängel. " Zu deren Beseitigung ergab das Gutachten, dass wir unter 100 000 Euro nicht wegkommen ", schätzt der Bürgermeister ein. Knackpunkt sei eine geforderte Rauch- und Wärmeabführung. Mittlerweile veranlasste die Stadt erste kleinere Maßnahmen, um die Auflagen zu erfüllen. Eine Rampe im Fluchtwegbereich wurde bereits entfernt. Die Fenstervergitterungen, die der SV Concordia ( SVC ) als Hauptnutzer der Halle zur Sicherung vor Einbrüchen anbringen ließ, muss weg, ebenso dürfen keine Pendeltüren mehr installiert sein. Die Halle benötigt einen Fluchtweg im Sanitärbereich und Brandschutztüren. Außerdem muss die gesamte Elektroanlage auf den Stand gebracht werden, die der Brandschutz vorschreibt.  
 
" Wir haben erst vor zwei Jahren 25 000 Euro in eine Notstromanlage investiert, was einen feuerfesten Raum umfasst ", erinnerte Martin Kriesel daran, dass die Stadt diese Sportstätte nie als Stiefkind behandelt habe. " Aber allen Beteiligten war stets klar, dass man aus dieser rund 100 Jahre alten Halle keine neue machen kann. Schon am 21. September 2001 habe die Stadt einen Fördermittelantrag für eine Ersatzhalle im Wert von drei Millionen Euro beim damaligen Regierungspräsidium beantragt. " Das wäre eine nachhaltige Investition. Und wir standen auch ganz oben auf der Prioritätenliste ", so Kriesel. Dann habe das Land am 11. März 2003 mitgeteilt, dass das Sportstättenkonzept der Stadt Staßfurt der Olympia-Bewerbung Leipzigs ( mit Halle als sachsen-anhaltinische Stadt in der Nähe ) mindestens für ein bis zwei Jahre auf Eis gelegt werden müsse.  
 
Halle wird mindestens noch drei Jahre benötigt  
 
Schließlich hätten geringere Steuereinnahmen und das Haushaltskonsolidierungskonzept dazu geführt, dass der Eigenanteil für einen Hallenneubau nicht mehr aufgebracht werden konnte. Martin Kriesel : " Wir brauchen die Paul-Merkewitz-Sporthalle mindestens noch drei Jahre. " Seine Hoffnung liegt nun darauf, dass der " goldene Plan Ost " für die Sportstättenförderung im kommenden Jahr neu aufgelegt werde.  
 
Sein Unverständnis brachte das Stadtoberhaupt unterdessen darüber zum Ausdruck, dass " die Halle schlecht und gefährlich geredet wurde ". Damit meinte er in erster Linie SVC-Geschäftsführer Klaus Duwald, der sich mit seinen Sorgen an Bauminister Karl-Heinz Daehre gewandt hatte. Kriesel relativierte allerdings in bekannter Art : " Probleme sind dazu da, um sie zu lösen. " Er fordert nun, " Geduld und Zurückhaltung wenigstens jetzt " zu üben. Er und die Stadtverwaltung arbeite jedenfalls schon seit zwei Monaten an der Lösung der genannten Probleme. Baudezernent Wolfgang Kaufmann sagte, dass man sich beim Landkreis um eine Genehmigung bemühe, wenigstens die Punktspiele des Handball-Nachwuchses stattfinden lassen zu können, wenn die Zahl von 100 Personen pro Spiel in der Halle nicht überschritten werde. Laut Versammlungsstätten-Verordnung sei das möglich.  
 
Verein bräuchte 28 000 Euro mehr für Transport  
 
Das beruhigte den ebenfalls gestern anwesenden SVC-Präsidenten Wolfgang Reiche wenigstens etwas. " Da könnten wir etwa 8000 von 28 000 zusätzlichen Euro einsparen. " Die Gesamtsumme nannte Reiche für die zusätzlichen Transportkosten zu Ausweichspielorten für die eigentlichen Heimspiele der insgesamt zehn Mannschaften des Vereins. Im übrigen wisse der SVC nach wie vor Sponsoren hinter sich. Und Reiche unterstrich, dass der Vorstand gerade jetzt weiter auf eine engste Zusammenarbeit mit der Stadt baue.  
 
Als Ausweichvarianten für die ersten vier bis acht Heimspiele des SVC wurden derweil die WEMA-Sporthalle in Aschersleben und die Förderstedter Sporthalle genannt.  
 
" Alle nun folgenden Maßnahmen sind abhängig von der Entscheidung des Stadtrates in seiner Sitzung am 28. September bzw. der kommunalaufsichtlichen Zustimmung, so dass die uneingeschränkte Nutzung der Sporthalle voraussichtlich frühestens Ende Oktober dieses Jahres möglich wird ", informierte Martin Kriesel auch schriftlich den SVC-Geschäftsführer Klaus Duwald.  
 
Das Thema neue Halle sei übrigens nicht gänzlich abgehakt. Die Stadt sei dabei, nach einem Standort zu suchen. Bis 15. September müsste ein entsprechender Antrag beim Land vorliegen. An den vorgenannten drei Millionen Euro hätte sich nichts geändert, so Kriesel. 40 bis 50 Prozent Fördermittel würden der Stadt in Aussicht gestellt. Eine nächste Variante wäre allerdings auch die Nutzung der Tennishalle des Salzlandcenters, worüber bereits Gespräche mit der Vander-Valk-Gruppe geführt worden seien. Die würde aber erst im kommenden Monat eine Entscheidung über den Kauf des Salzlandcenters fällen, bemerkte der Bürgermeister.  
 
Und er stellte noch fest, egal was kommt, die Stadt hält unbedingt am Bau eines neuen Feuerwehr-Depots fest. Das habe oberste Priorität bei den Investitionen der Stadt in den nächsten Jahren.  
 
Quelle: "Volksstimme" vom 31.08.2006
(Bilder anklickbar)

Der Trainingsbetrieb darf in der Halle stattfinden. Ursache für die Sperrung zu Punktspielen sind brandschutztechnische Auflagen. Foto: Falk Rockmann
olli
Beiträge: 155
Geschrieben: Do, 31.08.2006 12:10 Uhr
Ich bin verwundert und stelle mal ein paar Fragen.  
- kann es sein, daß die Halle im Jahre 2001 deshalb ganz oben auf der Liste stand, da die Mängel die jetzt zur Sperrung führten, schon damals bekannt waren?  
- im Jahre 2001 waren die Planungen für eine neue Halle abgeschlossen. die Regierung zog den Bescheid 2003 zurück...was ist in den zwei Jahren unternommen wurden?  
- was ist aus dem Eigenanteil der Stadt geworden als man den Fördermittelantrag stellte?  
- warum arbeitet die Stadtverwaltung erst zwei Monate an der Lösung der Probleme?  
- ist es wirklich ein Schlechtreden, wenn eine Kontrolle zu solch drastischen Maßnahmen führt? Die Behörde wird doch sicherlich nur auf der Grundlage von Fakten die Auflagen erteilt haben.  
Dies sind Fragen, die sich mir aus diesem Artikel ergeben. Vielleicht können sie ja von kompetenter Seite beantwortet werden.  
lucky
Beiträge: 624
Geschrieben: Mo, 04.09.2006 07:12 Uhr
es bleibt ja nun doch nicht bei der schließung nur bis ende oktober, wie ich gehört habe sollen die männerspiele wahrscheinlich in westeregeln und förderstedt ausgetragen werden, aber was wird aus den vielen nachwuchsmannschaften 
olli
Beiträge: 155
Geschrieben: Mo, 04.09.2006 09:05 Uhr
war am Wochende in Halle und Edewecht. Dabei habe ich mir natürlich sehr genau die Hallen angesehen. Aber wenn in diesen Hallen z.B. zwei Ausgänge reichen, warum reichen dann bei uns keine drei???? Viele Dinge, die hier bemängelt wurden, habe ich dort auch nicht vorgefunden, und diese Hallen waren noch nicht so alt wie die PMH. Kein Mensch würde aber dort einen Gedanken an Schliessung verschwenden.
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