SV Concordia Stassfurt

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Sind Tage des alten Salzlagers gezählt?


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redaktion
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Geschrieben: Do, 23.02.2006 10:15 Uhr    Überschrift: Bauminister besuchte Paul-Merkewitz-Halle
Sind Tage des alten Salzlagers gezählt?
 
Vor mehr als 100 Jahren war die heutige " Paul-Merkewitz " -Sporthalle als Salzlagerschuppen eines Friedrichshaller Kalibetriebes errichtet worden. Durch den mutigen Einsatz des Staßfurters, dessen Namen sie trägt, konnte nach dem 2. Weltkrieg eine Demontage verhindert werden und der Umbau zu einer Sporthalle erfolgen. So wie Geld im Stadtsäckel der alten Salzstadt vorhanden war, wurde sie renoviert und modernisiert. Von außen nicht besonders schön, war und ist die Halle dennoch seit Jahrzehnten eine Perle und Mekka für den Handballsport hierzulande. Nun ist sie aber in die Jahre gekommen.  
 
In der Planung der Staßfurter Stadträte ist vorgesehen, diese Immobilie ab dem 1. Januar 2007 dem Sportverein " Concordia " in Eigennutzung zu übertragen. Doch dazu fühlt sich die Vereinsführung nicht in der Lage, besonders wegen des hohen anstehenden Reparaturbedarfs der Halle. Im betätigten Sportstättenkonzept der Stadt Staßfurt von 2003 ist daher bereits ein Ersatzneubau auf gleichem Gelände vorgesehen. Nun wandte sich der Verein an Sachsen-Anhalts Bauminister Karl-Heinz Daehre ( CDU ), mit der Bitte um Unterstützung. Der Minister sagte zu und führte am Dienstag im VIP-Raum der Sporthalle ein erstes Gespräch mit den zuständigen Partnern, nachdem Mitarbeiter des Landesbetriebes Bau, dem früheren Hochbauamt, einige Tage Untersuchungen angestellt hatten.  
 
Von Seiten des Vereins nahmen daran unter anderem der Präsident Wolfgang Reiche, Geschäftsführer Klaus-Peter Duwald und Abteilungsleiter Handball, Horst Görke, teil. Weil die Stadt Eigentümer der Immobilie ist, durften auch Bürgermeister Martin Kriesel, die Dezernenten Hans-Georg Köpper und Wolfgang Kaufmann sowie dessen Vorgängerin im Bauamt, Ursel Schmidt, nicht fehlen. Neben dem Minister waren auch der Leiter des Landesbetriebes Bau, Falk Balzer, und die Mitarbeiter Norbert Schababa und Wieland Kempe zur Beratung gekommen. Auch CDU-Landtagskandidatin Heike Schaaf ( CDU ) fand sich ein.  
 
Modernisierung, Neubau oder Tennishalle ?  
 
Concordia-Geschäftsführer Klaus-Peter Duwald erläuterte die Situation aus der Sicht des Sportvereins. Anschließend steckte Daehre, einst selbst aktiver Handballer in Langenweddingen und Kenner der Halle seit 1954, den Rahmen dafür ab, wie weiter vorgegangenen werden kann.  
 
" Wir sind uns alle einig, dass der Handballstandort Staßfurt auf jeden Fall gesichert werden muss und wollen den sicher steinigen Weg dazu gemeinsam gehen ", versprach er. Dabei müssten allerdings die Spielregeln eingehalten werden, betonte er. Erstens will Daehre das Sport- und Innenministerium des Landes wegen eventueller Fördermöglichkeiten einschalten. Zweitens muss der Abschlussbericht der Experten des Landesbetriebes Bau vorliegen, ehe konkrete Lösungen diskutiert werden können. Das soll spätestens Ende März der Fall sein.  
 
" Entscheidend wird die Wirtschaftlichkeitsrechnung für die einzelnen Varianten sein ", äußerte Balzer. Möglich wären eine Modernisierung der jetzigen Halle, ein Ersatzneubau in Trägerschaft der Stadt oder eines Privaten oder die Erweiterung der Tennishalle vom Salzlandcenter. Martin Kriesel wies aber darauf hin, dass bei der letzten Variante die Stadt diese Halle kaufen müsste, wofür allerdings auch schon staatliche Fördermittel geflossen seien. Auch beim Neubau unter der Trägerschaft der Kommune hatte das Stadtoberhaupt angesichts der leeren Kassen Bauchschmerzen für die Aufbringung des Eigenanteils.  
 
Der Sportverein bekam die Auflage, entsprechende Befürwortungen seitens des Deutschen Handballverbandes nachzuweisen und intensive Sponsorensuche zu betreiben. In einigen Wochen soll ein weiteres Treffen stattfi nden.  
 
Quelle: "Volksstimme"  23.02.2006  
(Bilder anklickbar)

Nachdem alle Beteiligten ihre Ansichten vorgetragen hatten, traf der Bauminister Dr. Karl-Heinz Daehre (3.v.l.) klare Festlegungen für das weitere Vorgehen. Foto: Jens Schingale
intoras
Beiträge: 1519
Geschrieben: Fr, 24.02.2006 14:40 Uhr
Wass wird denn nun werden??????
guenni
Beiträge: 68
Geschrieben: Fr, 03.03.2006 11:56 Uhr
ich glaube, mit der Beantwortung der Sporthallenfrage hat man in Staßfurt einfach zu lange gewartet. Jetzt wird das Eis langsam dünn! 
intoras
Beiträge: 1519
Geschrieben: Fr, 03.03.2006 15:49 Uhr
Ich würde sagen es ist ganz dünn!  
Ich wünsche mir natürlich eine sehr gute Lösung.
doma8
Beiträge: 116
Geschrieben: Di, 07.03.2006 07:59 Uhr
Warum hat man überhaupt so lang gewartet? Jeder kannte die Situation und sprach darüber! Mußte man wirklich so lang warten um Lösungen zu suchen?
intoras
Beiträge: 1519
Geschrieben: Mi, 08.03.2006 22:31 Uhr
Wir werden sehen was sie können!!!!
doma8
Beiträge: 116
Geschrieben: Do, 09.03.2006 09:01 Uhr
lassen wir uns überraschen 
hwiest
Beiträge: 35
Geschrieben: Mi, 15.03.2006 02:01 Uhr    Titel: Wer ist die Stadt?
Ja wer hat in Staßfurt zu lange mit der Beantwortung der Sporthallenfrage gewartet? Man sollte das nicht so pauschal und unbeantwortet stehen lassen.  
 
Ich möchte daran erinnern, dass im Rahmen des Entwurfs für ein Sportstättenkonzept der Stadt Staßfurt Ende der 90er Jahre bereits ein Ersatzneubau für die Merkewitzhalle an anderer Stelle angedacht war. Da gab es aber ein großes Veto Eures Vereinsvorstandes aus historischen Gründen. Man wollte unbedingt den historischen Standort erhalten.  
Und weil man 2001 als Bürgermeister wiedergewählt werden wollte, hat man sich dem "Vereinsdruck" gebeugt anstatt einmal sachlich nach Alternativen zu suchen und zu diskutieren. Nach nunmehr 6 weiteren verschlafenen Jahren fällt uns das gleiche Problem wieder auf die Füße. Haben wir dadurch etwas zum Positiven verändert? Ich denke, dass hier beide Seiten (Verein und Stadt) an dem Versäumnis ihren Anteil haben. Ich kann mich noch an die Unterschriftenaktion des SV Concordia "pro Spaßbad" erinnern. Man hat sich da ohne Sinn und Verstand regelrecht vor einen "politischen Karren" spannen lassen. Da haben wir für ein nicht tragfähiges Konzept 8 Mio. DM in den Sand gesetzt und wir müssen jetzt mit allen Tricks arbeiten, damit es keine Investruine bleibt. Diese Ausgaben für das Spaßbad gingen alle zu Lasten des Sportstättenkonzepts.  
 
Die wirtschaftliche Entwicklung und die Entwicklung des Stadthaushaltes zum gegenwärtigen Zeitpunkt waren bereits Ende der 90er Jahre (zumindest für mich) absehbar. Wir haben viel Geld in der Stadt in den Sand gesetzt ohne wirklich viel Nachhaltiges zu schaffen ("Stadt der halben Sachen").  
 
Für eine Dikussion bin ich jederzeit bereit. Ich nehme auch gern eine Einladung zur Dikussion dieses Themas an.  
 
Herzliche Grüße  
 
Hartmut Wiest  
Stadtrat Staßfurt
olli
Beiträge: 155
Geschrieben: Mi, 15.03.2006 08:57 Uhr
jetzt dem verein die Schuld zu geben, ist wohl zu einfach. Ich weiss, daß der Verein an dem Standort festgehalten hat, da gerade der Aussenbereich noch viel Entwicklungspotiential hatte.. Die jetzige Diskussion bezieht sich ja nur auf die Halle an sich. Aber über die Halle an sich, war man sich einig. es gab wohl zwei Pläne. der erste sah vor, die jetzige Halle grundlegend zu sanieren und der Zweite Plan sah ein Neubau am gleichen Standort vor. Beide Pläne sind wohl unteranderem auch daran gescheitert, daß das Land die zugesagten Fördermittel von heute auf morgen gestrichen hatte. Dies stand im Zusammenhang mit der Olympiaberwerbung von Leipzig.  
Abschliesend sei aber bemerkt, daß diese Aüßerung meine rein persönliche Auffassung zum Stand der Dinge sind. Ich erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit und hundertprozentiger Richtigkeit.  
hwiest
Beiträge: 35
Geschrieben: Mi, 15.03.2006 14:35 Uhr    Titel: Geld kann für Freizeitkonsum nur einmal ausgegeben werden
Hallo Olli,  
es gibt keiner dem Verein "Schuld", sondern eine Mitverantwortung. Auch mit Bewilligung der Fördermittel hätte die Stadt einen Hallenneubau ab 2002 praktisch nicht mehr durchführen können, weil sie dort bereits "Pleite" war.  
Der Eigenanteil der Stadt an freiwilligen Bauprojekten des Freizeitkonsums kann i.d.R. nur einmal ausgegeben werden und da hätte man als Verein auch Prioritäten setzen müssen. Anstatt sich für den Neubau eines verlustreichen Erlebnisbades mit einer Unterschriftenaktion einzusetzen, hätte man auf den Neubau einer Sporthalle drängen müssen. Darin liegt die Mitverantwortung des Vereins. Wir müssen langsam mal unsere "Weihnachtsmann-Osterhasi-Geschenke-Forderungsmentalität" gegenüber der Stadt (und dem Steuerzahler) überdenken. Das funktioniert so auf Dauer nicht.  
 
Gruß  
Hartmut Wiest  
Stadtrat Staßfurt
intoras
Beiträge: 1519
Geschrieben: Mi, 15.03.2006 23:21 Uhr
JA so ist das macht weiter so es kommt doch nichts bei raus ihr zwei. 
hwiest
Beiträge: 35
Geschrieben: Do, 16.03.2006 01:59 Uhr
Ja intoras, leider kann man deinem "sinnvollen" Beitrag nur eine Unzufriedenheit entnehmen. Bringt uns das weiter? 
intoras
Beiträge: 1519
Geschrieben: Do, 16.03.2006 14:00 Uhr
Wie willst du es ändern?Mit klugen sprüchen??DAs kennen wir doch,von Politikern.
hwiest
Beiträge: 35
Geschrieben: Do, 16.03.2006 14:31 Uhr
intoras,  
vielleicht mal an die eigene Nase fassen.  
Ich gehöre bestimmt nicht zu den Politikern mit "klugen" Sprüchen, denn ich gehöre keiner dieser "Sülz-Parteien" an. Ich habe z.B. 1999 gegen das untragfähige Konzept des "Spaßbades" gestimmt, um ein Teil des Geldes eben in den Ersatzneubau einer Halle zu stecken. Mehr kann ich mit  
nur 1 Stimme von 37 Mitgliedern im Stadtrat auch nicht machen.  
Was hast Du denn persönlich gegen dieses Problem unternommen?  
 
intoras
Beiträge: 1519
Geschrieben: Do, 16.03.2006 22:52 Uhr
Bin ich gewählt worden oder du? Du wolltest doch alles ändern und was ist?Nichts´ 
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