SV Concordia Stassfurt

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Mittelalterliche, nicht funktionierende Zeitanzeige erregte die Gemüter


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mueller
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Geschrieben: So, 23.01.2005 17:00 Uhr    Überschrift: SVC – HC Dresden 27:24  (15:11)
Mittelalterliche, nicht funktionierende Zeitanzeige erregte die Gemüter
 
Vom Anpfiff an zeigten die Concordia unbedingtes Siegenmüssen und über lange Zeit spielerisch starken Handball. Ansonsten bestimmten der Kampf und die Taktik das Spiel. Teilweise führte Staßfurt bis zu sieben Toren Differenz, bestimmte deutlich die erste Halbzeit und ließ sich auch in der zweiten nicht die Butter vom Brot nehmen. Herausragende Akteure, so Trainer Heinz Prokop, Kapitän Steffen Wartmann und Torhüter Stig Top Rasmussen.  
 
Staßfurt (im). Sportlich topp, infrastrukturell ein Flop, so könnte man den Samstagabend charakterisieren. Staßfurter Spieler und Zuschauer schämten sich gleichermaßen vor den Gästen aus Elbflorenz über den Zustand und technischen Pannen der Merkewitzhalle. Nicht allein, dass in einer Ecke kurzzeitig das Licht ausging, mussten alle am Spiel Beteiligten auf die mitlaufende Uhr (seit Wochen defekt) verzichten und mit Stoppuhren arbeiten. Wie lange wird der Handballverband dieses Provisorium tolerieren?  
Handballerisch sah es weitaus besser aus. Die inzwischen bekannte Startformation ergänzte Neuzugang Stig Top Rasmussen, der in der Merkewitzhalle seinen „Top“ – Zweitvornamen alle Ehre machte und im kurzärmligen Trikot dem Gegner nahezu 60 Prozent der gegnerischen Würfe abnahm. Concordia begann die Partie und ging durch Steffen Wartmann in Führung. Eins von vielen, wie an diesem Abend durch Kontern erzielter Treffer. Ausgleich und erneut die Staßfurter Führung durch Matthias Schröder. Das 3:1, wieder ein Kontertor durch Svajunas Kairis. Der gute Start wurde gleichermaßen durch einige technische Fehler ausgeglichen. Gleich vier mal warf Jens Wienöbst das runde Leder über den Kasten, ehe er nach gut zehn Minuten mit dem 7:4 das erste von drei Toren machte. Sein zweites, schon wenige Minuten später, erinnerte an die besseren Zeiten des Torjägers. Jens steigt hoch und verzögert in der Luft stehend, ehe er zum 11:6 einkanoniert. Trotz der klaren Führung kämpfte Staßfurts Torhüter Rasmussen immer wieder um Beifall und wird so der starke Rückhalt in einer nicht immer dicht stehenden Abwehr. Das sieht auch Trainer Heinz Prokop so und nimmt seine erste Auszeit, wechselt Steffen Wartmann in die Aufbaumitte und Matthias Lache auf Linksaußen. Der Yuongster führt sich gut ein, macht sofort das 12:6. Kurz darauf warf er erstmals einen Siebentorvorsprung. Das Spiel, dass schon von Beginn an aggressiv geführt wurde, erfährt weitere harte Noten. Nach dem Aneinandergeraten von Andreas Retting und Dresdens Nr. 7, Vasile Sajenev müssen der Staßfurter und HC – Spieler Schütz für zwei Minuten auf die Bank. Ein Fehler der Thüringer Schiedsrichter, die mit Kapitän Schütz den falschen Gast bestraften. Nun häuften sich vor allem auf Dresdener Seiten die Zeitstrafen, woraus die Concorden jedoch wenig Kapital schlagen.  
Mit Anpfiff zur Halbzeit zwei standen gleich wieder Stig Top und Dresdens Nr. 7 im Mittelpunkt. Rasmussen positiv, Sanejev durch ein Foul an Matthias Schröder (2 Minuten) unsportlich, wie viele seiner Aktionen. Ihn pfiffen die Zuschauer gnadenlos aus. Doch auch spielerisch wurden die Gäste erfolgreicher. Mehrfach schlossen sie an und erzielten auch einmal den Ausgleich (18:18). Vor allem die Fehlwürfe und der gut stehende Wagner im Dresdnertor waren die Ursachen. Dazu wurde die Begegnung noch hektischer, was sich teilweise auf die Bänke überträgt und beiden Trainern die gelbe Karte bringt. Nach dem Ausgleich war es keine Auszeit, die Staßfurt wieder auf die Siegerstraße bringt, sondern vielleicht die Fünferkonferenz zwischen den Schiedsrichtern, Trainern und Zeitnehmer. In Unterzahl machte Lache die erneute Führung. Noch zehn Minuten sind zu spielen, informiert der Hallensprecher die mitfiebernden Zuschauer, als der SVC noch einmal ein Gang höher schaltete. Steffen Wartmanns kluger Heber über Torhüter Wagner (22:20). Zehn Sekunden später verlädt Schröder den Dresdener Schlussmann mit einem Siebenmeterbeinschuss. Dann machte Volker Wartmann doch noch sein Tor, das seine Leistung keineswegs schmälern soll. Volker hatte es im gesamten Spiel gegen die drahtigen und nicht gerade zimperlich spielenden Sanejev und Ruben zu tun. Doch was sind die blauen Flecke gegen zwei wichtige Punkte im ersten von 14 folgenden Entscheidungsspielen um den Klassenerhalt.  
 
Es spielten: Stig Top Rasmussen und Steffen Koppius im Tor, Steffen Wartmann (9 Tore), Matthias Schröder (4/2), Svajunas Kairis (2), Jens Wienöbst (3), Matthias Lache (4), Maik Abel (3), Jörg Friedrich, Volker Wartmann (1) und Sebastian Retting (1). Auf der Bank Heinz Prokop, Thomas Görke und Dirk Heinrichs.  
(Bilder anklickbar)

Jens Wienöbst schoß drei Tore

Mit neun Treffern war Steffen Wartmann nicht allein Concordias bester Torschütze, sondern auch Spieler.

Gegen Dresdens eisenharte innere Abwehr hatte Volker Wartmann am Kreis kaum eine Chance. Hier setzt sich der Kreisspieler auf der Außenposition durch.

Die vom SVC erstmals vor Zuschauern auftretende F-Jugend durfte gegen Dresden mit den Regionalligaspielern auflaufen.
mueller
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Geschrieben: Di, 25.01.2005 11:11 Uhr    Überschrift: SVC – HC Dresden 27:24  (15:11)
Concordia fordert Stadträte auf, sich zu positionieren
 
Die dem Spiel folgende Pressekonferenz war gleichermaßen von Beifall für die sportlichen Leistungen und Unmutsbekundungen gegenüber dem Rechtsträger der Merkewitzhalle gleichermaßen begleitet. Sponsoren, Zuschauer, Spieler und Gäste empfinden die Sporthalle als nicht mehr Regionalliga tauglich.  
 
Concordias Geschäftsführer Klaus Duwald informierte darüber, wie schwer es für den Verein ist, notwendige Reparaturen durchsetzen zu können. Darüber hinaus liegt ein Mängelprotokoll vom TÜV vor, dass Notausgänge fehlen, die Notstrombeleuchtung kränkelt und einiges mehr.  
 
Stein des Anstoßes der öffentlichen Kritik ist die schon seit Wochen defekte Zeitanzeige in der Halle. Beim Spiel gegen Dresden mussten die Spielleiter mit Stoppuhren arbeiten. Eine Verfahrensweise, worauf der Handballverband noch reagieren wird.  
 
Inzwischen hat sich der Verein damit abgefunden, dass der im Rahmen des Sportstättenkonzepts beschlossene Ersatzneubau Merkewitzhalle nicht mehr realisierbar ist. Ebenso unmöglich ist die Übernahme der Halle zum 1. Januar 2007. Concordia ist nicht in der Lage, die notwendigen Unterhaltungskosten und Gelder für Reparaturen aufzubringen. Während Duwald sachlich die Stadträte für eine Lösung aufforderte, fasste Übungsleiter Rolf Schmitt die Stimmung von Aktiven und Eltern zusammen : „ Über 70 Jahre Handball in Staßfurt, dass kann es im Jahr 2007 nicht gewesen sein “.  
 
Solche Probleme kennt Dresdens Trainer Matthias Allonge nicht. Der HC spielt in der modernsten Sporthalle der Regionalliga. Dafür klappt es zurzeit sportlich bei den Elbflorenzern nicht ganz so gut. Allonge hatte in der Pressekonferenz die undankbare Aufgabe zu erklären, warum Dresden gleich beide Spiele gegen Staßfurt verlor. „ Das ist nicht undankbar, ihr habt zwei Mal besser gespielt. Wenn man in zwei Spielen so viele Fehler macht und Fehlwürfe hat, braucht sich keiner zu wundern. Das ist vor allem auswärts unser großes Manko “.  
 
Staßfurts Trainer Heinz Prokop zum Spiel : „ Ich denke, mein Trainerkollege hat richtig gesagt, es war ein verdienter Sieg von Concordia. Wir haben von Anfang an geführt und in der ersten Halbzeit guten Handball gespielt, nicht nur gekämpft. Mit sieben Toren geführt. Ich hatte schon in der Auszeit gesagt, Dresden kennt Rückstände und kann diese ausgleichen. Es wird ein ganz enges Spiel. Wir gehen in die Halbzeit mit vier Toren und dann kommt in der Zweiten diese Abstiegsangst. Wir müssen unbedingt gewinnen.  
 
Das war in einigen Aktionen zu spüren, haben dann vermeidbare Fehler begangen. Auch im Konterspiel leicht die Bälle verloren und dann wieder durch Konter Tore eingefangen. Dann war es eine Energieleistung. Hervorheben möchte ich unseren Kapitän Steffen Wartmann, der das gezeigt hat, was ich von einem Kapitän erwarte. Die Mannschaft zu führen, selbst Verantwortung zu übernehmen und in entscheidenden Situationen mit Einsatz rein zu gehen. Das war toll. Die zweite Sache unser anderer Linksaußen. Matthias Lache, der nach seiner Verletzung in Glinde erst ab Donnerstag wieder voll trainieren konnte, hat seine wenigen Chancen gut genutzt.  
 
Dazu ein guter Einstand von Stig Top Rasmussen, der uns im Tor den nötigen Rückhalt gegeben hat und dadurch die Konkurrenzsituation bei den Torhütern wieder neu ist. Für sie gibt es eine neue Orientierungsphase und keinen 1 ., 2 und 3 .. Es werden Zeiten kommen, wo Stops und Koppius wieder ihre Chancen kriegen und zeigen können, dass auch sie sehr gute Torhüter sind.  
 
Letztendlich hat die gesamte Mannschaft gut gekämpft, gespielt und ich denke, verdient gewonnen “.
sroesler
Beiträge: 428
Geschrieben: Mi, 26.01.2005 08:20 Uhr    Titel: Ohne Moos nix los
Leider ist es wie überall, der Leistungssport wird wieder einmal durch das liebe Geld gebremst.  
 
Mir fällt dazu auch nix ein, wie man aus dieser Finanzellen Notlage rauskommen kann, man darf aber nur eins ganz sicher nicht machen, die Concordia wegen ein paar Cent untergehen lassen!  
 
Bisher haben wir es doch immer noch geschafft, jetzt brauchen wir aber wieder gesunde Ideen aller. Also, ich nutze das als Aufruf, wer Vorschläge hat, immer her damit!  
intoras
Beiträge: 1519
Geschrieben: So, 27.02.2005 11:05 Uhr    Titel: Geld ist nicht alles
Vorschläge habe ich schon des öfteren gemacht doch leider kein erfolg.Wenn sich nicht bald was tut dann .....  
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