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Scheitert Sporthallen-Neubau an Finanzproblemen?


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Geschrieben: Mi, 13.06.2007 16:00 Uhr    Überschrift: Nach Prüfung durch das Innenministerium
Scheitert Sporthallen-Neubau an Finanzproblemen?
 
Ob die von der Stadt Staßfurt in der Hecklinger Straße anvisierte neue Sporthalle wie geplant noch in diesem Jahr in Angriff genommen werden kann, wird immer ungewisser. Denn die Finanzierung des Projektes, mit dem die alte Paul-Merkewitz-Halle ersetzt werden soll, bereitet der Kommune Probleme.  
 
" Wir können die neue Halle in diesem Jahr vergessen ", ist Staßfurts Bürgermeister Martin Kriesel ( CDU ) überzeugt. Verantwortlich für die Situation macht er Stadtrat Hartmut Wiest ( parteilos ). Denn durch dessen Schreiben an das Innenministerium " mit einem Gebräu von Mutmaßungen, Dichtungen und Beschimpfungen " sei der ganze Prozess ins Stocken geraten.  
 
Diesen Vorwurf wies der Abgeordnete, der von " Unterstellungen " sprach, zurück. " Es gibt keine Beschimpfungen ", sagte Wiest. " Ich habe mich an das Innenministerium mit der Bitte um Prüfung gewandt, ob sich die Stadt Staßfurt im Rahmen der Haushaltskonsolidierung eine so große Investition in dieser Zeit überhaupt leisten kann. " Zudem habe er in Magdeburg darauf hingewiesen, dass das Sportstättenkonzept der Stadt noch nicht überarbeitet worden sei. Mit der Eingemeindung von Löderburg habe sich die Zahl der Sporthallen der Stadt um zwei auf insgesamt fünfzehn erhöht. Darüber hinaus, so Wiest, sei der geplante Standort für den Hallen-Neubau auf dem Gelände des ehemaligen Schwimmbades in der Hecklinger Straße kritisch. " Es muss abgewartet werden, ob dort überhaupt Baurecht geschaffen werden kann ", sagte der Abgeordnete.  
 
Wie das Innenministerium gestern der Staßfurter Volksstimme mitteilte, habe sich nach Rücksprache mit dem Referat Sport des Landesverwaltungsamtes gezeigt, dass die Kommune die in ihrem Förderantrag vom 13. Februar prognostizierten zuwendungsfähigen Kosten für die neue Halle in Höhe von 2, 71 Millionen Euro zu hoch angesetzt habe. " Erfahrungsgemäß sind für einen Neubau ( DIN 18032-1 Zweifachsporthalle ohne Zuschauerbereiche ) zirka zwei Millionen Euro Gesamtkosten zu erwarten ", so der Büroleiter von Innenminister Holger Hövelmann ( SPD ), Jan Weber. Es sei von einem Landesfördersatz von bis zu 40 Prozent auszugehen. " Damit ist die Gesamtfinanzierung nicht gesichert und ein überarbeiteter Finanzierungs- und Kostenplan sowie eine erneute kommunalaufsichtliche Stellungnahme unter Berücksichtigung dieser Veränderungen erforderlich ", so das Fazit der Prüfung durch das Ministerium. Diesen Sachverhalt habe man der Stadt mitgeteilt und sie gebeten, eine " Abspeckung " vorzunehmen.  
 
Die Stadt plant eine erweiterte Zweifeldsporthalle, die die alte Paul-Merkewitzhalle, die Heimstatt der Handballer des SV Concordia, voll und ganz ersetzen soll.  
 
Eine weitere Bearbeitung des Fördermittelantrages sei derzeit durch das Innenministerium nicht möglich, sagte Weber. Denn der geforderte überarbeitete Finanzierungs- und Kostenplan, die Genehmigung durch die Kommunalaufsicht des Landkreises Aschersleben-Staßfurt und die Stellungnahme des Referats 305 des Innenministeriums zur Zuwendung des Kreises lägen noch nicht vor.  
 
Bürgermeister lässt sich nicht entmutigen  
 
Der Bürgermeister sagte, er lasse sich im Interesse der Sportler und vor allen Dingen der Kinder und Jugendlichen davon nicht entmutigen. Die Kommune befinde sich derzeit in einem Prozess das Ganze zu prüfen. Dass es Nachforderungen der Genehmigungsbehörden gibt, hält Kriesel für normal. Fördermittel seien ein Geschenk. Da müsse man immer bestimmte Kriterien des Zuwendungsgebers erfüllen.  
 
Den Ersatzneubau für die Merkewitz-Halle hält Martin Kriesel aufgrund ihres Alters von rund 100 Jahren für dringend notwendig. " Wenn sie noch einmal wegen sicherheitsrelevanter Dinge geschlossen wird, bekommen wir sie nie wieder auf ", gab der Bürgermeister zu bedenken. In diesem Zusammenhang erinnerte er daran, dass auch ein Gutachten, das mit Unterstützung von Bauminister Karl-Heinz Daehre ( CDU ) erstellt wurde, einen Ersatzneubau vorschlage. Dafür habe er Partner, wie zum Beispiel den Landkreis, die Hartz-IV-Arbeitsgemeinschaft und der Staßfurter Wirtschaft, gesucht, teilte Kriesel mit. " Ich weiß nicht, ob sie ihre zugesagte Unterstützung aufrechterhalten, wenn wir den Neubau in diesem und im nächsten Jahr nicht hinbekommen ", fügte er hinzu.  
 
Für die Nachnutzung der Paul-Merkewitz-Halle habe er bereits einen " ganz ernsthaften Interessenten " gefunden. " Das, was er dort vor hat, würde der Stadt gut tun ", sagte Kriesel, wollte aber noch keine Details verraten, um das Vorhaben nicht zu gefährden.  
 
Über die Probleme will der Bürgermeister die Stadträte in der nächsten Ratssitzung hinter verschlossenen Türen ausführlich informieren.  
 
Quelle: Volksstimme vom 09.06.2007
 
 
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