SV Concordia Stassfurt

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Stadtrat beschließt Sporthalle und Haushalt


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redaktion
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Geschrieben: So, 18.02.2007 14:00 Uhr    Überschrift: Ersatzneubau für PMH
Stadtrat beschließt Sporthalle und Haushalt
 
Der Stadtrat Staßfurt schaffte es wieder, die auf vier Stunden begrenzte Sitzungszeit bis auf die letzte Minute voll auszuschöpfen. Aufgrund des Sturmschadens am gewohnten Sitzungsort der Stadtwerke trafen sich die Abgeordneten Donnerstagabend in Löderburg und beschlossen nach ausführlicher Diskussion den Neubau einer Sporthalle an der Hecklinger Straße. Sie wird voraussichtlich keine drei Millionen Euro kosten. Auch der Haushaltsplan 2007 und die Fortschreibung des Haushaltskonsolidierungskonzepts sind in Sack und Tüten.  
 
Die Diskussionen im Vorfeld hatten sich weniger darum gedreht ob die Halle gebaut werden soll, sondern vielmehr, wo ( wir berichteten ). Die zahlreichen Argumente von Bürgermeister Martin Kriesel für den Standort Hecklinger Straße ( Stadt Grundstückseigentümer, kein kontaminierter Boden, Nähe zum Zentrum und den beiden Sekundarschulen ) sollten die Befürworter – hauptsächlich aus den Reihen von SPD, CDU / offene Liste / FDP und Linkspartei / offene Liste – dennoch nicht vor einer langen Diskussion bewahren. Dabei ging es nun allerdings doch vordergründig um die Notwendigkeit einer neuen Sporthalle. Dieter Waselewski ( Unabhängige Wählervereinigung ) führte die demografi sche Entwicklung ins Feld. Man sollte bei derartigen Vorhaben auf die Altersentwicklung und Schrumpfungsprozesse eingehen. Kriesel ließ sich nicht beirren. Gerade deshalb müsse man dem Nachwuchs etwas bieten, " Oder sollen wir den Osten ganz und gar dicht machen ?" Er hatte zuvor auf das erfolgreiche Sportstättenkonzept der Stadt verwiesen, aus dem ein völlig neu gestaltetes Stadion und eine Kegelbahn hervorgegangen sind, unter großem Zutun von Land und Vereinen. Zwischenzeitlich sei die Förderung ausgeblieben.  
   
" Zeichen für Förderung momentan günstig "  
 
" Dafür stehen die Zeichen momentan wieder günstig ", appellierte er an die Gegner der Halle, dem Bau zuzustimmen. Immerhin habe die Stadt einen Antrag für 45 Prozent Förderung an das Land stellen können. Verträge würden im Übrigen erst abgeschlossen, wenn der Stadtrat einen Beschluss gefasst habe. Auch die Agentur für Arbeit ( 140 000 Euro ) und der Landkreis ( 250 000 ) hätten Zuschüsse avisiert. Zudem habe er aussichtsreiche Finanzierungssignale aus der Wirtschaft sowie einen Nachnutzer für die Merkewitzhalle. Die Sparkasse sagte außerdem die Nutzung ihres Parkplatzes zu.  
 
Dr. Walter Blauwitz ( Linkspartei ) störte die geplante Nutzung der Halle für den Schulsport : " Das geht so nicht. Der Bau der neuen Halle darf nicht mit der Vernachlässigung der bestehenden Hallen einhergehen. Es gibt genug Schüler- und Vereinssport, die diese Hallen noch brauchen. " Dr. Lochmann ( Sauberes Staßfurt ) unterstützte ihn dahingehend, dass die Halle Am Tierpark ein mit wenigen Mitteln zu erhaltender fester Bau sei. " Ich bin nicht befugt, über Landkreis-Objekte zu bestimmen ", meinte Martin Kriesel dazu.  
 
Heinz Czerwienski ergänzte, dass der Schulsport einen stabilen Finanzbeitrag darstelle. Außerdem seien die Belegungspläne für alle Hallen immer wie ein prall gefüllter Stundenplan, der bis Mitternacht reiche. " Bedarf ist auf jeden Fall da ", so der CDU-Abgeordnete.  
 
Nach den Plädoyers des SV 09 Staßfurt und des SV Concordia für die neue Halle, vorgetragen durch Michael Hauschild und Karin Gründler ( beide SPD ), in der auch die Nutzung durch andere Vereine eine Rolle spielte, stand nach zwei Stunden Sitzungsdauer die Frage nach einer Pause.  
 
Schließlich ließ die Abstimmung nach der Stärkung nicht mehr lange auf sich warten. SPD- und CDU-Fraktion hatten mit Erfolg eine namentliche Abstimmung beantragt. Und so stand die große Mehrheit des Stadtrates hinter dem Vorhaben. Die Gegner – sieben Abgeordnete ausschließlich aus der Fraktion der Unabhängigen Wählervereinigung und vom Verein Sauberes Staßfurt sowie Einzelbewerber Hartmut Wiest.  
 
In einer ersten Reaktion begrüßte der Aufsichtsrat des SV 09 Staßfurt im Namen seiner Mitglieder die Entscheidung und bedankte sich dafür.  
 
Die Diskussion zu Haushalt 2007 und Fortschreibung des Haushaltskonsolidierungskonzepts nahm fast ebenso viel Zeit in Anspruch wie die zur Halle. Soviel sei vorweggenommen : Beides wurde mehrheitlich beschlossen.  
 
Quelle: Volksstimme 17.02.2007
 
 
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offener Brief der Regionalligaspieler
ortmann
Beiträge: 918
Geschrieben: Mi, 21.02.2007 11:27 Uhr
ich war selber bei dieser sitzung und möchte mich nocheinmal bei all den stadträten bedanken, welche sich so für eine langfristige lösung der hallensituation einsetzten
christoph86
Beiträge: 500
Geschrieben: Mi, 21.02.2007 12:18 Uhr
es wurde ja endlich auch mal zeit! aber eine frage hätte ich noch: wann soll denn die neue halle fertiggestellt werden?
mandy
Beiträge: 124
Geschrieben: Mi, 21.02.2007 12:49 Uhr
das will ich auch mal gern wissen... 
ortmann
Beiträge: 918
Geschrieben: Mi, 21.02.2007 14:02 Uhr
  lasst uns doch erst einmal anfangen  
mandy
Beiträge: 124
Geschrieben: Mi, 21.02.2007 15:13 Uhr
neeiiiiiiiin !!!!   
olli
Beiträge: 155
Geschrieben: Mi, 21.02.2007 15:56 Uhr
also ich äußere mich mal....  
vor sieben Jahren ging das mit der Halle schon einmal in die Hose. Ursache war für mich  der damalige Wahlkampf, für den die PMH missbraucht wurde.  
Was Herr wiest heute macht, ist für mich ebenfalls Wahlkampf auf Kosten der PMH. Zur Erinnerung. - im September beschlossen die Stadträte, bei einer Stimmenthaltung, daß wir eine neue Halle brauchen. Auch Herr Wiest war dafür. Im März 2006 hielt Herr Wiest dem SVC vor, daß wir selber Schuld daran sind, daß wir keine neue Halle haben, da wir ja auf dem jetzigen Standort beharrten. Jetzt sind sie es, den der Standort nicht passt. Soll die Halle wieder für den Wahlkampf missbraucht werden??  
Was will ich eigentlich damit sagen... wenn die Stadträte zu ihren eigenen Beschlüssen stehen, sollte der Baubeginn in naher Zukunft erfolgen. Dabei lobe ich ausdrücklich die Stadträte, die die Willensbekundung vom September ohne wenn und aber tragen.  
 
2x geändert, das letzte Mal: Mi, 21.02.2007 16:21 Uhr von olli
lucky
Beiträge: 624
Geschrieben: Fr, 23.02.2007 07:45 Uhr
wer wird denn trainer in der neuen sporthalle wenn heinz prokop nächste saison in bernburg ist   
ich gehe mal zu struppi ins büro und stelle die trainerfrage, bis gleich   
konnte struppi noch nicht erwischen, bleibe aber dran   
so, struppi war gerade hier hat aber auch noch nichts sagen können, nur so viel, das bereits verhandlungen laufen 
 
3x geändert, das letzte Mal: Fr, 23.02.2007 09:21 Uhr von lucky
mandy
Beiträge: 124
Geschrieben: Sa, 24.02.2007 09:53 Uhr
wie spannend? 
hwiest
Beiträge: 35
Geschrieben: Mi, 28.02.2007 20:35 Uhr    Titel: Standort ist städtebaulich ungünstig
Hallo Olli,  
das was du hier schreibst ist schlichtweg Polemik. Ich mache keinen Wahlkampf auf Kosten der PMH. Populistischen Wahlkampf machen die großen Parteien, die diese Stadt abgewirtschaftet haben.  
Siehst du nicht mit offenen Augen, was wir an Abwanderung aus dieser Stadt haben (mit deren Folgen)? Geht es dir noch so gut, dass du die Verantwortlichkeiten dafür nicht sehen willst?  
Hast du mal geschätzt, wieviel Kinder und Jugendliche z.B. unsere Sporthallen im ganzen Stadtgebiet im Jahr 2020-2025 noch nutzen? Wir stehen erst am Anfang dieser demografischen Tragödie. Uns sollte klar sein, dass man Gelder nur einmal ausgeben kann. Ich hätte mich gefreut, wenn Sportler nicht nur an ihren Sport denken, sondern über den Tellerrand hinaus auch an den notwendigen Erhalt und die Schaffung von Arbeitsplätzen sowie an eine sinnvolle Stadtplanung.  
Für wen bauen wir denn Sporthallen, wenn wir die Menschen in dieser Stadt nicht langfristig halten können, weil unsere (am Boden liegende) Wirtschaftsförderung nicht die erforderlichen Ideen hatte, um günstige Bedingungen zur Ansiedlung neuer nachhaltiger Arbeitsplätze zu schaffen? Weiche Standortfaktoren haben wir genug und sehr teuer bezahlt, daran liegt es also nicht.  
 
Natürlich befürworte ich ein langfristig tragfähiges Konzept eines Sporthallenneubaus. Deshalb habe ich auch im September 2006 (Willenserklärung) dafür gestimmt. Bei dieser Abstimmung war aber weder der Standort im Gespräch, noch der Bauzeitraum. Mehrere Fachleute, darunter auch die ehem. Baudezernentin, haben mir bestätigt, dass der Standort Hecklinger Str. aus städtebaulicher Sicht (Stichwort: Zentrenstärkung) ungünstig ist. Wer sagt uns denn, dass es aufgrund des Klimawandels künftig nicht noch ein höheres Hochwasser geben könnte als 1994. Da waren nämlich die Schwimmbecken des Stadtbades vom Hochwasser geplatzt und vollgelaufen. Und gleich daneben bauen wir eine Sporthalle? - Toll.  
 
Was sollen wir denn nun für eine Halle bekommen? Statt einer früher mal geplanten 3-Feld-Sporthalle soll es nun eine 2-Feld-Sporthalle werden. Die Spielatmosphäre wird lange nicht so gut sein, wie in der PMH, weil in der neuen Halle alle Zuschauer nur auf einer Seite hocken können. Aufgrund der Finanzsituation der Stadt wird wieder nur gekleckert, aber nicht geklotzt - Stadt der "halben Sachen".  
 
Grüße  
H.Wiest  
 
 
 
christoph86
Beiträge: 500
Geschrieben: Mi, 28.02.2007 21:25 Uhr
sie schreiben was über demografische tragödie!  
1. sie sind politiker - was tun sie dagegen (konkrete antworten bitte und nicht das üblich politiker-blabla; das kennen wir auch schon von den "großen parteien"!)?  
2. finde ich den kommentar von spitze wiegand in der volksstimme gegen sie echt klasse. endlich sagt es mal wer. mit so viel künstlerischem geist von herrn wiegand - habe mich echt totgelacht, wie er das geschrieben hat. denn es ist ja nun mal wahr, herr wiest!?  
3. wenn sie immer so schlaue ideen haben, warum werden sie dann nicht bürgermeister?
hwiest
Beiträge: 35
Geschrieben: Mi, 28.02.2007 23:42 Uhr    Titel: Schlaue Ideen müssen auch verstanden werden
Hallo Christoph,  
da ich mich nicht zu den "Maulhelden" zähle, die viel erzählen, aber nichts machen, möchte ich auf Ihre Fragen konkret antworten. Sie können nach Absprache auch in meine Stadtratsunterlagen einsehen, wenn Sie das interessieren sollte. Ich bin schon immer parteilos und möchte meine Arbeit für die Staßfurter so transparent wie möglich machen.  
 
zu 1.)  
Ich habe seit 2004 konkrete Anträge in den Stadtrat eingebracht, um u.a. Haushaltsmittel für unnötige Ausgaben (zu hohe Energiekosten) und Personalkosten  einzusparen, damit die Stadt schnellstmöglich wieder Geld für aktive Wirtschaftsförderung zur Verfügung hat, um die Ansiedlung von Arbeitsplätzen aktiv zu fördern. Wenn diese Anträge keine Mehrheit finden, weil der Bürgermeister keinen aus der Stadtverwaltung entlassen möchte, sollten Sie Bürgermeister und jene Stadträte fragen, die das abgelehnt haben. Gegenwärtig bezahlt die Stadt einen teuren Stellenabbau über Altersteilzeitverträge. Dieser Prozeß dauert aber viel zu lange (bis ca. 2012) und wird daher teuer erkauft u.a. auch zu Lasten einer aktiven Wirtschaftsförderung.  
 
zu 2.)  
Ich kenne "Spitze" Wiegand nun schon mehr als 10 Jahre und ich weiß, dass er gern mal in der Öffentlichkeit wieder was von sich hören läßt, um nicht zu sagen "auf den Putz zu hauen". Da er ja in Hecklingen wohnt und sich bisher überhaupt nicht in die Staßfurter Kommunalpolitik aktiv eingebracht hat, kann ich seine Äußerungen auch nicht so ernst nehmen.  
Er wußte offensichtlich nicht einmal, dass der ursprüngliche Baustandort einer neuen 3-Feld-Sporthalle am ehemaligen CAS-Gelände Mitte der 90er Jahre von Bürgermeister Kriesel selbst vorgeschlagen wurde. In der Zeitung will er den Staßfurtern suggerieren, dass dieser Vorschlag zuerst von mir kam. Ich kann bei seinem Artikel zwar den "künstlerischen Geist" (er hat schön geschrieben), aber nicht den "fachlich kompetenten Geist" entdecken.  
 
zu 3.)  
Ich habe eine Menge Ideen, weil ohne Ideen kann man keine Lösungswege und Lösungen diskutieren, entscheiden und umsetzen. Diese müssen nach wissenschaftlichen Kriterien evaluiert werden, damit hinterher nicht soviel Murcks herauskommt. Ich stelle mich den Staßfurtern gern als Bürgermeister zur Verfügung. Die Wahl haben jedoch die Staßfurter.  
 
Ich bin gern bereit, auf weitere (sachliche) Fragen zu antworten - nur Mut.  
 
Grüße  
H. Wiest  
 
 
1x geändert, das letzte Mal: Mi, 28.02.2007 23:50 Uhr von hwiest
sindy3
Beiträge: 58
Geschrieben: Do, 01.03.2007 08:13 Uhr
ich bin auch der Meinung das man in der Hecklinger Str. nicht bauen sollte und so denken glaub ich viele, die an Hochwasser denken, ich hab damals das Schiff mitgebaut und mein Vater meinte"na mal sehn wann es ablegt". Und schwupp da war der ganze Kiel voll Wasser, da halfen auch keine Feuerschutzwände, wiel ich darüber Witze gerissen habe wurde ich fristlos gekündigt, naja war schon Lustig. Ich hoffe nur die Halle wird kein Witz und bekommt nen ordendlichen Standort.
olli
Beiträge: 155
Geschrieben: Do, 01.03.2007 16:14 Uhr
was ich mache ist natürlich Polemik. Hier die Definition."Kennzeichen von Polemik sind oft scharfe, „unverblümte“ Äußerungen, selten auch persönliche Angriffe (in der klassischen Rhetorik: argumentatio ad hominem – also auch das Bloßstellen, das Überführen zum Beispiel eines Lügners, das Demaskieren eines Opponenten im Glaubens- und Meinungsstreit, gegebenenfalls auch die subtile Beleidigung), keineswegs jedoch der Verzicht auf sachliche Argumente.  
Und damit die sachlichen Argumente nicht ausgehen, gibt es noch ein paar von mir.  
-unbestritten ist sicherlich, daß die Atmosphäre in der PMH einmalig ist und auch so schnell nicht wieder erreicht wird.  
- warum wird von Politikern jetzt die demographische Entwicklung eingebracht? Damit wird ja unterstellt, daß "ältere" Leute keine sportlichen Aktivitäten brauchen. Erklären sie das mal den Reha-Sportlern.  
- es ist unrichtig, wenn sie behaupten, daß es bei der Abstimmung im September nicht um Zeitabläufe ging. Es wurde ganz klar gesagt, daß die neue Halle kurzfristig entstehen muss und die PMH trotz "Modernisierung" nur noch kurz eine Betriebserlaubnis erhält.  
- natürlich ist die geplante Halle eine Sparvariante. Ich hätte auch lieber eine große Halle mit der modernsten Technik. Sie können aber auch nicht von Sparen reden und dann der Stadt vorhalten, daß sie eine kostengünstige Lösung bevorzugen. Eine Luxusvariante wird es in absehbarer Zukunft nicht geben und den Sportlern, die im Herbst vor verschlossener Tür standen ist das auch egal.  
- zum Standort. Es wird immer bessere Standorte geben. Hochwasser lasse ich nicht gelten. Die Halle wird keinen Keller haben, der volllaufen kann wie beim Schiff und die Halle liegt zwar an den Bruchwiesen aber höher als viele andere Gebäude der Stadt. Und warum ist eine Sporthalle in der Nähe von Sportplätzen sooo schlecht???  
Hören sie bitte auf, die neue Halle kaputt zu reden und sorgen sie bitte mit dafür, daß die Sportler, ob jung oder alt, in Stassfurt eine Trainingsmöglichkeit haben.  Man kann nicht im September ja sagen und wenn es dann heiss wird, sagt man.." naja soo schnell sollte es nicht gehen."  
hwiest
Beiträge: 35
Geschrieben: Fr, 02.03.2007 01:19 Uhr    Titel: Sachargumente vom Hörensagen oder vom Wissen?
Hallo Oliver,  
 
1. die demografische Entwicklung wird nicht (erst) jetzt von Politikern eingebracht. Diese ist nunmal vorhanden, ob uns das gefällt oder nicht. Die Reha-Sportler haben für sich und auch für ihre Senioren bereits ihre Stammsporthalle in der Leopoldshaller Kirchstraße gefunden und vor kurzem vertraglich übernommen. Diese ist ausreichend, die brauchen die neue Halle nicht. Ich war selbst auf der vergangenen Jahresversammlung des Reha-Sportvereins im Salzlandcenter zugegen. Ich schlage vor, sich erst einmal richtig zu informieren, bevor man solche Mutmaßungen hier schreibt.  
 
2. Waren sie auch auf der Stadtratssitzung am 19. September 2006? Es ging bei der dortigen Willenserklärung zum Sporthallenneubau weder um einen Bauzeitraum in den Jahren 2007/2008 noch um den Standort Hecklinger Str.  
Die neue Halle muss nicht kurzfristig entstehen, dazu besteht kein zwingender Grund.  
Wenn sie es (aufgrund ihrer evtl. Voreingenommenheit) immer noch nicht glauben sollten, stecke ich auch gern eine Kopie des Stadtratsprotokolls vom 19.09.2006 in den Briefkasten.  
 
3. Hochwasser lassen sie nicht gelten? - Würden sie denn, wenn es ihr privates Geld wäre, auch so denken und ca. 15m neben der Hochwasserlinie von 1994 bauen? Klar wird die Sporthalle keinen Keller haben. Schonmal was davon gehört, dass Hochwasser, was auch nur z.B. 50 cm unter der Erdoberfläche im Boden steckt auch die Tragfähigkeit des Bodens beeinflußt (Aufweichung)? Wieso brechen mächtige Deiche von ca. 20 - 30m Sohlenbreite weg, obwohl das Hochwasser gar nicht drüberfließt? Ich denke, die Erklärung können sie sich selbst geben.  
 
4. Die Sportler haben in unserer PMH derzeit gute Spiel- und Trainingsmöglichkeiten. Wir brauchen keine Hektik bei solch gravierenden Entscheidungen zu machen. Es geht auch überhaupt nicht um eine Luxus-Variante (was sie mir voreingommen unterstellen), sondern um die Möglichkeit einer ganz normalen 3-Feld-Sporthalle als Ersatzbau in zentralerer städtebaulicher Lage. Diese 3-Feld-Sporthalle hatte der Bürgermeister selbst 1997 am Standort CAS-Gelände (gegenüber dem Finanzamt) schon einmal vorgeschlagen, das hatte ich aber bereits oben und in der Volksstimme schon geschrieben (bitte gründlicher lesen).  
 
5. Sparen und eine bessere (teurere) Halle sind kein Widerspruch. Wenn wir jetzt den Haushalt der Stadt schneller konsolidieren, also z.B. schneller Energie und Personalkosten bis 2009 sparen würden, dann hätten wir ab 2009/2010 aus der Halle ein IBA-Projekt machen können. Damit wäre dann die Chance wahrscheinlicher gewesen, dass wir an einem zentraleren Standort neben der Sportstättenförderung auch zusätzlich noch die Stadtumbauförderung bekommen hätten und damit eine normale 3-Feld-Sporthalle finanzierbar gewesen wäre.  
Lieber machen wir was in Hektik und verbreiten durch Halbwissen Panik. Und was das Schlimme daran ist, viele fallen darauf rein und lassen sich "vor den Karren" spannen. Nützt das wirklich unserer Stadt?
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